JagdSchweiz an der Messe „Fischen Jagen Schiessen“
Erfolg für JagdSchweiz an der diesjährigen Ausgabe der Berner internationalen Messe über die Jagd, die Fischerei und das Schiesswesen! Der nationale Jagdverband hat für seinen Auftritt vom 18. bis zum 21. Februar durchwegs gute Rückmeldungen erhalten. An der würdigen Eröffnungsfeier hielt, nebst den Präsidenten der drei nationalen Trägerorganisationen, auch der Berner Regierungsrat Andreas Rickenbacher eine Ansprache.
Besonders gross war der Publikumsaufmarsch in der Naturlandschaft, die zum Thema der Biodiversität gestaltet wurde.
Dort waren vier verschiedene Landschaften mit ihren typischen Bewohnern nachgebildet. Auf 12 Plakaten thematisiert waren die Eigenschaften der Lebensräume Gebirge, Wald, Feuchtgebiete und Landwirtschaftsgebiete, die wichtigsten Bedrohungen der Natur und die Leistungen der Jägerschaft zur Erhaltung der Biodiversität. Diese Plakate können demnächst unter www.lernort-natur.ch heruntergeladen werden. Die vom Berner Jägerverband geführten Schulklassen konnten an einem attraktiven Wettbewerb, mit Fragen zum Thema der Biodiversität, teilnehmen. JagdSchweiz beteiligte sich auch am Rahmenprogramm der Messe: die Auftritte der Jagdhunde und der Jagdhornbläser hat JagdSchweiz finanziell getragen.
Bruno’s Jägertreff
Erstmals in der Naturlandschaft integriert war Bruno’s Jägertreff, die gemütliche Wirtschaft mit feinen Wildspezialitäten, die zum Verweilen und Diskutieren einlud. Hier wurde denn auch eifrig über Jagdpolitik diskutiert und verhandelt.
Zusammen mit dem Schweizerischen Schiesssportverband wurde ein besonders aktuelles politisches Thema aufgegriffen: die Waffeninitiative, über die in rund einem Jahr abgestimmt wird. JagdSchweiz engagiert sich im Komitee zur Bekämpfung der Waffeninitiative. An der Messe „Fischen Jagen Schiessen“ wurde ein Argumentarium präsentiert, das nun auch im Internet herunter geladen werden kann (www.jagdschweiz.org/de/waffeninitiative.php).
Wie viel Nutzung braucht die Biodiversität?
Am Samstagnachmittag, den 20. Februar, organisierte JagdSchweiz zusammen mit dem IWMC eine spannende Diskussionsrunde zum Thema der Biodiversität. Mit hochkarätiger Beteiligung wurden Positionen rund um die Rolle menschlicher Eingriffe bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt ausgetauscht. Es wurde klar, dass die Rolle der nachhaltigen Nutzung für die Erhaltung der Biodiversität noch nicht ganz richtig eingeschätzt wird, selbst von nationalen Behördenvertretern nicht. Die Jagd wird nach wie vor als eine Kirsche auf dem Kuchen betrachtet, die nur gegessen werden darf, wenn sie da ist. Vergessen geht oft die Tatsache, dass die Kirsche am besten gedeiht, wenn man den Baum pflegt, auf dem sie wächst.
Die nachhaltige Nutzung, beispielsweise die moderne Jagd, ist an und für sich ein Instrument, das die Biodiversität fördert. Durch Pflege und Regulierung werden nämlich die Lebensbedingungen für alle Arten in unserer intensiv genutzten Landschaft optimiert. Die Diskussion hat also gezeigt, dass die Ziele und die Strategien zwischen Organisationen noch weit auseinander gehen. Die Nutzung geschützter Arten ist beispielsweise auch heute noch für die Schweizer Naturschutzorganisationen ein Tabu, unabhängig davon, ob die Art gefährdet ist oder nicht. Neu auf das politische Parkett kommt langsam ein weiteres Thema auf uns zu: das genetische Managements der Wildtierpopulationen. Will heissen: ein Hemmnis mehr bei der Nutzung von Wildtierpopulationen...
Sitzung des Vorstandes von JagdSchweiz
Anlässlich der Messe tagte auch der Vorstand von JagdSchweiz. Der Vorstand nahm mit Genugtuung zur Kenntnis, dass die Rechnung des vergangenen Jahres ausgeglichen und im Rahmen des Budgets abgeschlossen hat. Vorbereitet wurde die DV 2010, die am ersten Mai in Zuoz (GR) stattfinden wird. An jener Delegiertenversammlung stehen wichtige Wahlgeschäfte an, nachdem sich der Präsident von JagdSchweiz und vier weitere Mitglieder des Vorstandes für ein weiteres Mandat nicht mehr zur Verfügung stellen. In der Heimat unseres Präsidenten erwartet werden 92 Delegierte aus der ganzen Schweiz und zahlreiche Gäste.
JagdSchweiz, 4.3.10
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